“Neuer Haushaltssturm über verschwenderischem Brüssel”, titelt The Times. Auf dem Programm des EU-Gipfels vom 28. und 29. Oktober steht zwar nichts vom Haushalt. Dennoch wird der britische Premier David Cameron „die europäischen Führungskräfte darum bitten, nicht über ihre Verhältnisse zu leben, und ihren Plan Abstand aufzugeben, den EU-Haushalt um 6 Prozent (auf jährlich 130 Milliarden Euro) anzuheben“. Die Euroskeptiker seiner Partei üben zunehmend Druck auf Cameron aus. Sie verlangen, dass der EU-Haushalt gekürzt, und die Entscheidungsbefugnissen nach Großbritannien zurück übertragen werden. Für die Londoner Tageszeitung ist es jedoch „unwahrscheinlich“, dass Cameron „einen Anstieg um weniger als 2,9 Prozent verhindern kann. Der Europäische Rat hat der Erhöhung bereits zugestimmt. Damit wüchse der britische Teil im kommenden Jahr um fast 572 Millionen Euro, während auf Abteilungen der britischen Regierung Kürzungen um 25 Prozent zukommen.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.