„Machtkampf um die EZB-Spitze“, titelt das Handelsblatt. Laut Gerüchten will Paris, dass IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn im November 2011 Jean-Claude Trichet an der Spitze der EZB folgt. „Die Indiskretion soll vor allem den deutschen Bundesbank-Chef Axel Weber beschädigen.“ Der vor kurzem noch aussichtsreichste Kandidat hatte sich isoliert, als er offen die Entscheidung der EZB kritisierte, Staatsanleihen hochverschuldeter Staaten zu kaufen. Der Name Strauss-Kahn zeichne jetzt ein anderes Profil für den nächsten EZB-Präsidenten. „Ein Pragmatiker muss es sein, kein Dogmatiker. Ein Krisenmanager mit Blick für politische Notwendigkeiten, kein Notenbankexperte mit der Fixierung auf Inflationsgefahren." Es ist aber unwahrscheinlich, dass wieder ein Franzose sich in den Frankfurter Chefsessel sitzt. Und so wird der nächste Favorit nicht Strauss-Kahn heißen, sondern Mario Draghi, Chef der italienischen Zentralbank, mutmaßt das Handelsblatt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.