Die belgische Presse richtet eine Hommage an den ehemaligen EU-Kommissar Karel van Miert, der am 22. Juni an den Folgen eines Sturzes gestorben ist. De Standaard hebt den "jovialen Politiker" auf seinen Titel. Er war Chef der flämischen Sozialisten (SP.A) und zehn Jahre lang EU-Kommissar für Verkehr, dann Wettbewerb. Für die Tageszeitung hat er nicht nur in der belgischen, sondern Auch in der europäischen Politik Spuren hinterlassen: In den achtziger Jahren sei es Van Miert gelungen "die sozialistische Partei von ihrem autoritären und fanatischen Stil zu befreien und in eine offenere und sozialdemokratische Richtung zu lenken". De Standaard fragt sich nebenbei, ob "die SP.A jemals den Austritt von Van Miert verkraftet hat", als dieser zur EU-Kommission ging. Auch wenn er ihr zunächst als "kleiner Belgier" beitrat, so erhielt er doch schnell Respekt, indem er sich durch "sein entschiedene" Eintreten für seine Überzeugungen einen soliden Ruf machte".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.