„Zapatero schlägt zurück” und „revolutioniert sein Kabinett“, so der Aufmacher auf der Titelseite von El Periódico. Gestern hatte der spanische Regierungschef gleich sechs Kabinettsmitglieder ausgetauscht. Der amtierende Innenminister Alfredo Pérez Rubalcaba übernimmt zudem die Rollen des Vizeregierungschefs und Regierungssprechers, eine Ämterhäufung, die dazu dienen soll, mit Blick auf die kommenden Parlamentswahlen 2012 „die Wählergunst wiederzugewinnen“, erklärt das Blatt. Mit dieser radikalen Kabinettsumbildung, die von der sozialistischen Parteiführung seit langem gefordert wurde, „gewinnt die Regierung an Gewicht“, meint das linksliberale Blatt. Demgegenüber urteilt die konservative Tageszeitung ABC, dass Zapatero politisch ausgelaugt sei. „Er startet in aller Not eine Rettungsaktion für sich, seine Regierung und seine Partei.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.