Mladá Fronta DNES, 21. Oktober 2010
„Brandstifter zu 22 Jahren Haft verurteilt. Klaus findet Urteil übertrieben“, lautet die Schlagzeile von MF DNES. Auf dem Titelblatt fasst die Zeitung das Urteil des Gerichts von Ostrava Ostrau zusammen. Die vier Angeklagten sind für schuldig erklärt worden, eine Roma-Familie in Vítkov im Osten des Landes mit Molotow-Cocktails angegriffen zu haben. Ein zweijähriges Mädchen erlitt dabei schwere Verbrennungen. Das Urteil berücksichtige das rassistische Tatmotiv, erklärt das Blatt, was im Land eine kontroverse Debatte ausgelöst habe. Ein Teil der Bevölkerung fände sich in der Meinung des Staatschefs Vaclav Klaus wieder, der das Urteil als „ungewöhnlich hart“ bezeichnete.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.