Während das Europäische Parlament über die Verlängerung des minimalen Mutterschaftsurlaubes in Europa von 14 auf 20 Wochen entscheiden muss, wird Kritik laut, berichtet Dagens Nyheter. Wie das schwedische Blatt berichtet, findet diese Maßnahme in der Union keine allgemeine Zustimmung. Schließlich „wird das teuer. Und das gefällt nicht allen Ländern. Zudem wäre es für viele junge Frauen noch schwerer, einen Arbeitsplatz zu finden“. Zweifellos sind damit erhebliche Kosten verbunden, räumt die Zeitung ein. „Aber was soll denn aus Europa werden, wenn es nicht möglich ist, Kinder mit Arbeit zu vereinbaren?“ „Die Mehrheit der Parteien, die gegen den gemeinsamen Mutterschaftsurlaub sind, sind auch diejenigen, die gern die Grenzen Europas noch mehr verschließen würden. Aber Europa braucht Kinder ebenso wie Einwanderer.“ Daher „ist es sinnvoll, eine bestimmte Anzahl gemeinsamer Regeln für den Arbeitsmarkt zu haben“. Und genau dazu gehört der Mutterschafsurlaub. Auch wenn „der aktuelle Vorschlag viel zu detailliert ist. Wenige, aber dafür klar definierte Regeln sollten ausreichen. Zu viele Regeln verkomplizieren nämlich unnötig und dienen damit allein den Populisten“, meint Dagens Nyheter.
Sozialstaat
20 Wochen für Europas Mütter?
20. Oktober 2010
Presseurop
Dagens Nyheter
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.