„EU schreibt Stabilitätspakt neu“, titelt Il Sole 24 Ore, nachdem die Länder der Eurogruppe bei ihrem Treffen in Luxemburg einen Maßnahmenkatalog verabschiedet haben, um eine weitere Finanzkrise wie die griechische in Zukunft zu verhindern. Nach der 13-stündigen Diskussion einigten sich die Finanzminister der Eurozone im Grundsatz auf einen Kompromiss zwischen der „deutschen Seite“ Deutschland, Tschechische Republik und Slowakei – die für 100-prozentige Haushaltsdisziplin eintritt – und der „Mittelmeer-Seite“ Frankreich Italien, Belgien, Spanien, Portugal und Griechenland], die mehr Flexibilität bei der Umsetzung des Pakts fordert. Der Kompromiss, der die tiefgreifendste Reform des Pakts seit seiner Einführung 1999 darstellt, muss noch von den Regierungs- und Staatschefs unterzeichnet werden. Er sieht automatische Sanktionen wie eine Aussetzung des Stimmrechts für Defizitsünder vor. Einige Punkte hingegen blieben offen, hebt die Tageszeitung hervor und zitiert den Präsidenten der Eurogruppe Jean-Claude Juncker: „Der Teufel steckt im Detail. Und die Details stehen uns noch bevor.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.