Alles trennt sie. Und dennoch: wiederum teilen sich Václav Klaus und Václav Havel die Titel der Presse. Während der tschechische Präsident weiterhin die Ratifizierung des Vertrags von Lissabon blockiert, kündigt sein Vorgänger an, einen Film zu drehen. "Ich werde das letzte Wort haben", titelt Lidové Noviny, um zu erklären, dass Klaus in Europa als Letzter den Text unterzeichnen möchte, trotz des positiven Votums des Parlaments im letzten Mai. "Regisseur Havel", auch darüber berichtet die Tageszeitung, denn der Politiker und Dramaturg wird sein jüngstes Stück Odcházení (Im Aufbruch) verfilmen. Seine Ehefrau, die Schauspielerin Dagmar Havlová wird die Hauptrolle des Films voll absurder Poesie spielen, der von Freiheit und menschlicher Rede handelt. Eine Rückkehr "zu den Anfängen seiner Bühnenkarriere, als er davon träumte, Regisseur zu werden", bemerkt Lidové Noviny.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.