Der Tod von vier Gebirgsjägern am 9. Oktober in der afghanischen Provinz Farah löste neue Diskussion über die Teilnahme Italiens an der ISAF aus. L’Espresso dementiert die Versicherungen der Regierungen bezüglich des "friedvollen“ Charakters des italienischen Einsatzes und enthüllt, dass die Soldaten in Wirklichkeit einen "geheimen Krieg“ führen, in dem "die italienischen Soldaten jeden Tag kämpfen und Hunderte von Kämpfern töten“. Die Zeitschrift ist über die Website WikiLeaks an neue geheime Dokumente gekommen, die "eine unendliche Reihe von Zusammenstößen, mit Angriffsflügen und in den Dörfern“ beschreiben. "In diesem Einsatz gibt es Verräter und Doppelagenten, von der NATO ausgebildete afghanische Soldaten, die den Taliban helfen, und auch Zweifel darüber, wofür die Regierung in Kabul die für den Wiederaufbau des Landes bestimmten – und unter anderem italienischen – Hilfsgelder in Hundertmilliardenhöhe effektiv verwendet.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.