"Ein ganz spezielles Kabinett’ lautet die Schlagzeile auf dem Titelblatt von Trouw, darüber ein Foto der neuen Regierungsmannschaft mit Königin Beatrix vor ihrem Wohnsitz, dem Huis Ten Bosch. Mark Rutte, der erste rechtsliberale Regierungschef seit 92 Jahren, gesteht zwar, dass seine Regierung etwas ungewöhnlich sei [eine Minderheitsregierung, die von der Duldung der rechtpopulistischen und islamfeindlichen PVV von Geert Wilders abhängt], doch wiegelt er ab. "Vor allem dem Ausland möchte [Rutte] versichern, dass die Niederlande eine ganz normale Regierung haben“, schreibt das Blatt. Noch vor einem Monat ließ er verlauten, dass "sich rechte Wähler die Finger lecken würden, wenn sie seine Regierung schon sähen“. Ein verbaler Ausrutscher, den er heute zu korrigieren versucht: Seine Regierung habe die Ambition "auch außerhalb dieser Koalition den gesamten Niederlanden die Hand zu reichen und den Dialog zu pflegen.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.