In dem Moment, in dem der Iran sein digitales Arsenal aktiviert um freie Information zu verhindern, findet sich das Unternehmen Siemens-Nokia in Mitten einer Debatte über die Lieferung von Abhörtechnik an den Iran wieder, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Dem deutsch-finnischen Giganten wird vorgeworfen dem Regime in Teheran einen Teil der Technik zum analysieren und zensieren von Dateninformationen im Internet geliefert zu haben, was das Unternehmen dementiert. Bei der Software handle es sich lediglich um "Abhörtechnik für Gespräche im Fest- und Mobilfunknetz", verteidigt sich das Unternehmen. Außerdem unterliege der Iran keinerlei Exportbeschränkungen. Dennoch, berichtet die FAZ, biete Nokia Siemens "auf seiner Homepage – wenngleich ein wenig versteckt – ein Forum an, in dem das Thema sehr emotional diskutiert wird. An Nokia-Produkten klebe Nedas Blut, schreibt ein Kommentator in Anspielung auf den Tod der iranischen Demonstrantin Neda durch mutmaßliche Schüsse von Regierungsmilizen. Andere schreiben, sie wollen Nokia-Produkte fortan boykottieren".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.