Die Tageszeitung, 14. Oktober 2010
"Hassobjekt Muslim“ empört sich Die Tageszeitung. Laut einer am 13. September von der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlichten Studie sprächen sich 58,4 Prozent der Deutschen dafür aus, die Religionsausübung von Muslimen zu beschränken. "Reden, reden, reden überzeugen“ sei nicht mehr die richtige Strategie gegen fremdenfeindliche Ressentiments. Es müssten die richtigen politischen Schlüsse gezogen werden, meint das Blatt. Der Hass auf Muslime nähre sich "aus dem Gefühl, keine Stimme im politischen Prozess zu haben“, und sei die Folge "der materiellen Ausgrenzung, die viele Menschen alltäglich erfahren.“ Die Lösung fände sich, so die TAZ, in mehr gesellschaftlicher Teilhabe und der Einführung von Grundeinkommen und Mindestlöhnen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.