Hospodářské noviny, 13. Oktober 2010
Der tschechische Energiekonzern "ČEZ verschiebt Fertigstellung von Temelín", berichtet Hospodářské Noviny und enthüllt, dass der Bau zweier neuer Reaktoren, der auf 20 Milliarden Euro veranschlagt ist, aufgrund niedriger Strompreise und eines Rückgangs des Verbrauchs wahrscheinlich um mehrere Jahre verzögert wird. Das Ausschreibungsverfahren sei Schauplatz eines Kampfes der Supermächte der Kernenergie, notiert das Blatt. Amerikanische, russische und französische Unternehmen hätten sich für den Bau beworben. Die 60 Kilometer von der österreichischen Grenze entfernte Anlage ist seit Jahren ein Zankapfel zwischen den beiden Ländern. Die Österreicher kritisieren die dortigen Sicherheitsstandards.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.