Público, 13. Oktober 2010
Portugal wurde zum nicht ständigen Mitglied des UN-Sicherheitsrates gewählt "mit einem Rekord an Stimmen", freut sich die Lisabonner Tageszeitung Público. Auch die Süddeutsche Zeitung hat Grund zur Freude. Sie titelt: "Deutschland wird die Weltpolitik in den kommenden Jahren maßgeblich mitbestimmen“. Beide Länder hatten am 12. Oktober von der UN- Vollversammlung jeweils einen Sitz für zwei Jahre im Sicherheitsrat bekommen. Jedoch, so beklagt es der Europa-Abgeordnete Martin Schulz in der Süddeutschen Zeitung, war es dabei zu einer "Kampfkandidatur" zwischen Deutschland und Portugal gekommen. Ein Beweis dafür, dass "die EU wieder einmal nicht einheitlich auftritt", sagte er.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.