„Kabul, italienischer Abzug ab 2011“, titelt La Repubblica. Vier italienische Soldaten kamen am 9. Oktober in der afghanischen Provinz Rafah in einem Hinterhalt ums Leben, was die Debatte über die Dauer und die Bedingungen der italienischen Beteiligung am Einsatz der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe ISAF wieder anheizt. Die Regierung sucht nach einer Strategie zum Ausweg aus einem Konflikt, der mit jedem Tag unpopulärer wird: Laut La Repubblica verhandelt Silvio Berlusconi mit Washington über den Abzug des italienischen Kontingents im Jahr 2011, mit einer Entsendung neuer Ausbilder für die afghanische Armee im Gegenzug. Weiter sagte der Verteidigungsminister, er erwäge es, die italienischen Flugzeuge, die derzeit nur für Aufklärungsflüge dienen, mit Bomben ausrüsten zu lassen, um die Verteidigung der Soldaten zu verbessern. Dies wäre der x-te Verstoß gegen die italienische Verfassung. Diese verbietet den Krieg als „Instrument gegen die Freiheit anderer Völker“ und als „Mittel zur Bereinigung internationaler Kontroversen“, erinnert La Stampa.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.