"Währungen sind die neuen Waffen“, titelt Dziennik Gazeta Prawna nach dem Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Finanzminister, bei dem es am vergangenen Samstag in Washington heiß herging. In Anbetracht der Streitereien zwischen den USA und China um den zu niedrig bewerteten chinesischen Yuan, warnte IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn vor einem "doppelt so langsamen Wirtschaftswachstum. Zudem droht den wohlhabenden Ländern eine Rezession, wenn man sich nicht schnell einig wird“. Die USA warfen China vor, "die Arbeitsplätze in Amerika zu zerstören“ und verlangten eine Werterhöhung des Yuan um ein Drittel. Peking schoss zurück und erklärte die Instabilität der internationalen Finanzmärkte mit dem von den USA praktizierten "Drucken von leerem Geld“. Das Warschauer Tagesblatt betont, dass dieser "schwindelerregende Währungs-Weltkrieges, dem Brüssel noch immer aus der Ferne zuschaut, das kraftlose Wirtschaftswachstum, welches man in den USA und der EU verzeichnet, zu vernichten droht“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.