"SPÖ verliert absolute Mehrheit, Strache triumphiert“, so resümiert Die Presse auf ihrem Titelblatt das Ergebnis bei den Gemeinderatswahlen in Wien. Der seit 1994 amtierende Wiener Bürgermeister Michael Häupl kam nur auf etwas mehr als 44 Prozent der Stimmen, während die rechtpopulistischen FPÖ mit fast 27 Prozent ein Durchbruch gelang. FPÖ-Chef Heinz Strache sei nun "endgültig aus dem Schatten (des 2008 tödlich verunglückten historischen Parteichefs) Jörg Haiders getreten – vielleicht nicht, was politische Fantasie, rhetorische Brillanz und Charisma, aber jedenfalls, was den Wahlerfolg in Wien betrifft“, schreibt das Blatt. "Niemand hat im Vorfeld [damit] ernsthaft rechnen müssen“, führt Die Presse fort und notiert, dass Häupl eine Koalition mit der FPÖ ausschließe. "Dabei ist die Variante Rot-Blau alles andere als abwegig. Zumindest in der Wählerschaft gibt es unübersehbare Überschneidungen.“ Die Bukarester Tageszeitung Adevaul begrüßt ihrerseits das Wahlversprechen Häupls, dass osteuropäische Zuwanderer sich künftig Wien ohne Arbeitserlaubnis etablieren können: "Ein unverhofftes Glück für die 10.000 Rumänen“ in der österreichischen Hauptstadt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.