"Portugal mitten im Sturm", titelt i in Anspielung auf die zahlreichen schlechten Vorzeichen für die stark gebeutelte portugiesische Wirtschaft. Laut jüngsten Prognosen des IWF in seinem Halbjahresbericht zur weltweiten Wirtschaftsentwicklung droht Portugal zwischen 2009 und 2013 der weltweit zweithöchste Anstieg der Arbeitslosigkeit (nach Griechenland). Und für 2011 wird eine Rezession mit einem Negativwachstum von 1,4 Prozent erwartet. Dies wäre im kommenden Jahr die weltweit zweitschlechteste Wirtschaftsleistung. "Sparkurs und schwache Produktivität werden die Arbeitslosigkeit auf die Rekordhöhe von elf Prozent schrauben", fürchtet das Blatt. Es könnte sogar noch schlimmer kommen als vom IWF vermutet, da dessen Bericht die im September verabschiedeten Sparmaßnahmen nicht berücksichtigt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.