"Nichts", titelt De Morgen auf Französisch und Flämisch. 114 Tage nach den belgischen Parlamentswahlen verließ der Parteivorsitzende der flämischen Nationalisten (N-VA) Bart De Wever die Verhandlungsrunde zur Regierungsbildung. Nach Angaben der flämischen Tageszeitung scheiterten die Gespräche mit den sechs anderen Parteien, da der rechte Flügel der N-VA fürchtet "in einer linksorientierten Regierung isoliert zu sein"; eine Entscheidung, für die De Wever laut der Zeitung zuviel Aufmerksamkeit bekam. "Eine Stunde nach Ankündigung der Schließung des Opel-Werks in Antwerpen richteten sich alle Augen gespannt auf die Pressekonferenz von Bart De Wever", beklagt ein Leitartikel. "Die politische Logik hat Vorrang vor sozialen und wirtschaftlichen Fragen. Nicht nur die Politiker, sondern auch wir – Medien und Wähler – interessieren uns mehr für die Regierungsbildung als für soziale und wirtschaftliche Realitäten."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.