"Lizenz zum Kürzen" titelt New Statesman. Während Großbritannien sich auf die drastischsten Haushaltskürzungen seit Menschengedenken vorbereitet, veröffentlicht die linksgerichtete London Weekly ein Porträt von Premierminister David Cameron als James Bond, Agent 007, mit einer Schere anstelle der Pistole in der Hand. Im Inneren des Hefts liest man eher von dem Jubel über den Überraschungssieg von Ed Miliband, der den Ex-Außenminister, seinen Bruder David Miliband, bei der Wahl zum Vorsitzenden der Labour-Partei schlug. Camerons Tories wären gut beraten, meint das Blatt, "Ed Miliband nicht zu unterschätzen." Phantasievoll beschreibt New Statesman den neuen Labour-Chef als "gefährlichen, charismatischen und skrupellosen Gegner." Ein bisschen wie bei James Bond.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.