"Wilders Kabinett", titelt De Volkskrant, nachdem am Donnerstag der vom rechtsliberalen Mark Rutte (VDD) und dem christdemokratischen Parteichef Maxime Verhagen (CDA) unterzeichnete Koalitionsvertrag vorgestellt worden war. Die Tageszeitung aus Amsterdam hebt insbesondere den immensen Einfluss von Geert Wilders hervor. Die Minderheitsregierung wird von dessen Partei für Freiheit geduldet. "Auch wenn weder er noch einer seiner Parteigenossen im Treveszaal (dem Saal des Ministerrats) sitzt, so ist sein Geist doch allgegenwärtig", schreibt das Blatt. Der Einfluss Wilders spiegelt sich eindeutig in der Einwanderungspolitik wider. Der Chef der Partei für Freiheit fordert in der Tat ein Burka-Verbot, Geldstrafen für den illegalen Aufenthalt im Land, sowie die Ausbürgerung im Falle schwerer Straftaten.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.