Die "CDU zielt auf die Mitte", titelt die Financial Times Deutschland. Wie sie verurteilt die gesamte deutsche Presse einstimmig die gewaltsame Räumung der friedlichen Demonstration gegen das Großprojekt "Stuttgart 21" durch die Polizei. Rund 1000 Aktivisten, darunter zahlreiche aus dem bürgerlichen Lager, versuchten das Fällen von Bäumen im Stuttgarter Bahnhofpark verhindern. Gegen das Projekt wird schon seit Monaten demonstriert. Am 30. September eskalierte der Konflikt: Auf die Menschenmenge, die die Nationalhymne anstimmte – in Deutschland absolut ungewöhnlich – reagierte die Polizei mit dem Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Rund 400 Menschen wurden verletzt. Für die FTD hat die Landesregierung einen verheerenden politischen Fehler gemacht. Das harte Vorgehen könne nur zu einem "trotzigen Jetzt-erst-recht" der Bürger führen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.