Großbritanniens Senioren werden aus ihren Pantoffeln kippen, wenn sie die Enthüllungen des Daily Express über die "verheerende neue Einmischung aus Brüssel" lesen. Eine der Zielsetzungen von Solvency II – einer Reihe von neuen EU-Reformprojekten, die auch die Rentenversicherungen betreffen – ist die Auflage an die Unternehmen, die Rentengelder ihrer Angestellten in sicheren Investmentbereichen anzulegen, etwa in Staatsanleihen. Für den euroskeptischen Daily Express jedoch sind die "EU-Bürokraten" gerade dabei, "die Pensionspläne von Hunderttausenden von Menschen niederzuschmettern". Und zwar, wie es in der Schlagzeile heißt, um mindestens 20 Prozent. Was das Ganze noch schlimmer macht, ist, dass Millionen von "staatlichen Angestellten, darunter Parlamentsabgeordnete und Beamte" den Auswirkungen dieser düsteren Aussichten aus Brüssel gegenüber völlig immun sind, "weil sie weiterhin vergoldete, auf den Endverdienst berechnete Renten beziehen werden, die der Steuerzahler finanzieren muss". Gestern Abend zeigten sich Rentenaktivisten "empört", so der Express.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.