"Băsescu bastelt an neuer Regierung", titelt Gândul einen Tag nach der Kabinettsumbildung und dem Rücktritt des Innenministers. Vasile Blaga, genannt "die Bulldogge", erklärte seinen Rücktritt, nachdem Băsescu "sofortige Sanktionen" gegen die rund 6000 streikenden Polizisten gefordert hatte, die sich dem Uniformverbot bei Demonstrationen widersetzt hatten. Die Beamten hatten sich – manche mit Dienstwaffe – den Demos angeschlossen, die seit dem 20. September Bukarest blockieren. Der Protest richtet sich gegen die vom IWF geforderten Sparmaßnahmen zur Sanierung des Staatshaushalts. Die Tageszeitung bedauert darüber hinaus, dass der Chef der Gendarmerie und der Polizeichef, die "bewiesen haben, dass sie die militärischen Strukturen, die sie leiten, nicht unter Kontrolle haben", noch im Amt seien.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.