"New Labour ist tot", titelt der Daily Telegraph zwei Tage nach dem Überraschungssieg Ed Milibands gegen seinen Bruder David bei der Wahl um den Parteivorsitz der britischen Labour-Partei. Wie das konservative Blatt berichtet schuldet der ehemalige Energie- und Klimaminister seinen Sieg über den ehemaligen Außenminister vor allem der Unterstützung der Gewerkschaften. Traditionell stehen diese Labour nahe, wurden während der zentristischen Tony Blair-Ära aber aufs Abstellgleis gedrängt. Der Telegraph sieht hier ein "nach links-Schlingern" und stellt Milibands Pläne für "neue Abgaben für Besserverdienende" vor. "Ein Anschlag auf die Banker der City und die neuen Gewerkschaftsrechte für Arbeitnehmer. Er lehnte es ab, die bevorstehenden Streiks zu verurteilen und erklärte, dass er sich den Koalitionsplänen widersetzen werde, die das Rentensystem des öffentlichen Dienstes reformieren sollen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.