"Verhaltensregeln ignoriert“, titelt De Volkskrant. Nach Angaben der niederländischen Tageszeitung arbeiten sechs EU-Kommissare, die im vergangenen Frühjahr zurücktraten, heute als Lobbyisten oder als Berater für Firmen, die von ihrem europäischen Wissen und ihren Beziehungen profitieren könnten. De Volkskrant kommentiert, dass die Regeln über Interessenkonflikte unzureichend sind und dass wertvolle Informationen der Europäischen Kommission leicht an die betroffenen Unternehmen durchsickern könnten. Die aufffälligsten Beispiele sind Charlie McCreevy, ehemaliger Kommissar für den Binnenmarkt, der heute ilm Vorstand von Ryanair sitzt, und Günter Verheugen, früher zuständig für Unternehmen und Industrie, der heute seine eigene Lobby-Firme besitzt und für die Royal Bank of Scotland arbeitet. De Volkskrant weist auch darauf hin, dass 17 ehemalige Kommissare, darunter auch Charlie McCreevy, das Übergangsentgelt, das ihnen während der Arbeitssuche für eine Dauer von maximal drei Jahren zusteht, trotz ihrer Berufstätigkeit einziehen. Dieses Übergangsentgelt beläuft sich auf etwa 96.000 Euro pro Jahr.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.