"Mit schrumpfender Wirtschaft härterer Sparhaushalt in Aussicht“, titelt die Irish Times am Tag, nachdem aus Statistiken ersichtlich wurde, dass Irlands Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2010 um 1,2 Prozent zurückgegangen ist. "Irland und Griechenland sind die einzigen Länder unter den 16 Mitgliedsstaaten der Eurozone, deren Wirtschaft rückläufig war“, bemerkt die Dubliner Tageszeitung. "Dies betont Irlands Sonderstatus und könnte es für ein schwindendes Anlegervertrauen anfälliger machen.“ Finanzminister Brian Lenihan bestreitet, dass die irische Wirtschaft in eine Rezession mit zwei Talsohlen abrutscht und behauptet, die Zahlen zeigen eine Stabilisierung der Wirtschaft. Die Regierung will einen weiteren Sparhaushalt aufstellen und das Defizit im Jahr 2011 um weitere drei Milliarden Euro reduzieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.