"Märkte legen nach Verkauf von Staatsanleihen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro zu" titelt The Irish Times. Nach wochenlangen Spekulationen innerhalb der Eurozone über die Solvenz Irlands wurde die achte Auktion irischer Staatsanleihen zum Erfolg. Die Rendite für Anleihen mit achtjähriger Laufzeit steigt auf über sechs Prozent – fast dreimal höher als der deutsche Zinssatz (2,47 Prozent). Bei Papieren mit vierjähriger Laufzeit liegt die Rendite bei rund fünf Prozent. "Der Verkauf kam zeitgleich mit den Zahlen zur Abwanderung und über die (gering rückläufige) Anzahl der Erwerbstätigen im Land", notiert die Tageszeitung aus Dublin. Laut neuesten Statistiken haben zwischen April und Juni 35.000 Menschen das Land verlassen. Der höchste Wert seit 1989, dem Höhepunkt der letzten Rezession.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.