"Alles ist anders an diesem Prinsjesdag", titelt De Volkskrant. Der Prinzentag ist der Tag, an dem die Königin vor der Versammlung der Generalstaaten (dem Parlament) in Den Haag ihre jährliche Thronrede hält und die politische Zielrichtung für das kommende Jahr vorgibt. In diesem Jahr ist in der Tat alles anders, da es drei Monate nach den Parlamentswahlen immer noch keine Regierung gibt. Darum habe die Königin "auch nichts zu sagen", schreibt die Tageszeitung, die Parlamentarier seien "entspannt" und es gebe "weit und breit keinen Journalisten, der einen Scoop erwartet." Die Karikatur von Collignon auf dem Titelblatt fasst die Situation zusammen: An der grünen Ampel schieben die Christdemokraten und Liberalen den Wagen des Rechtspopulisten Geert Wilders in Richtung Binnenhof (dem Sitz des Parlaments) an, während die Karosse der Königin an der roten Ampel warten muss.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.