Gazeta Wyborcza, 17. September 2010
“Kein Kreuz vor dem Palast”, titelt die Gazeta Wyborcza. Das Kreuz, das die polnischen Pfadfinder nach dem Flugzeugabsturz bei Smoleńsk am 10. April – bei dem 95 führende polnische Funktionäre, darunter Staatspräsident Lech Kaczyński, ums Leben kamen – vor dem Präsidentenpalast aufgestellt hatten, wurde gestern in die Kapelle im Inneren des Palastes verlegt. In den letzten Monaten war es “zum Ursprung politischer und religiöser Zwistigkeiten” sowie zum Schauplatz von Protestaktionen seiner Verfechter sowie seiner Gegner geworden. Die Oppositionspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) und die Verfechter des Kreuzes kritisierten den Standortwechsel scharf.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.