Die Presse des Herzogtums reagiert pikiert auf die bissige Bemerkung Nicolas Sarkozys, die Heimat der Luxemburgerin Viviane Reding solle doch selbst ein paar Roma aufnehmen. Für La Voix du Luxembourg "bleiben der Präsident und seine Getreuen auf dem Boulevard der Lächerlichkeit“. Und: "Frankreich wird bei seiner Flucht nach vorn auch vor noch pathetischeren Deklarationen nicht zurückschrecken. "Die Polemik“, schreibt das Blatt "nutzt der französischen Regierungsmehrheit. Und dies aus mehr als einem Grund. Man lenkt von brennenden Themen ab (Schulkosten, Burka-Gesetz, Rentenreform...), die jetzt kaum noch Schlagzeilen auf den Titelseiten machen. Das Interesse der Beobachter schrumpft. Es ist dennoch nicht sicher, ob sich das für die Regierungsmehrheit bei den kommenden Präsidentschaftswahlen auszahlen wird. Wir gehen jede Wette ein, dass sich heute alle diese Damen und Herren aus Frankreich auf die wirklichen Themen konzentrieren werden: Bewältigung der Krise und die Rolle der Europäischen Union in der Welt.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.