Zwei Jahre ist es her, dass Estland die Bronzestatue eines sowjetischen Soldaten versetzte und dafür harsche Proteste der russischen Minderheit in Kauf nahm. Nun weiht das Land seine Freiheitsstatue ein, die seine Unabhängigkeit von Deutschland im Jahr 1919 feiert. "Mit ein wenig Glück wird uns dieses Denkmal Grund dafür geben unsere Streitigkeiten zu vergessen", schreibt die Tageszeitung Postimees. Denn nun ist wieder Streit darüber entbrannt, dass das Monument keine gemeinsame Vision aller estländischen Bürger wiederspiegelt. "Die Probleme des Alltags haben uns vermutlich dazu gebracht unsere Unabhängigkeit wie etwas Selbstverständliches aufzufassen. Da wir aber in einer Welt leben, in der nicht alle Staaten eine demokratische Gesinnung haben, dürfen wir nicht vergessen, dass Freiheit ein zerbrechliches Gut ist. Um sie zu wahren, brauchen wir einen gemeinsamen Willen."
Geschichte
Estland feiert seine Unabhängigkeit
22. Juni 2009
Presseurop
Postimees
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.