"Wird ein Besuch des tschetschenischen Regierungschefs einen internationalen Skandal auslösen?“ fragt sich die Gazeta Wyborcza. Achmed Sakajew, Ministerpräsident der tschetschenischen Exilregierung, soll am dritten Weltkongress des tschetschenischen Volkes teilnehmen, der heute in Pultusk beginnt. Doch Russland, das 2001 einen internationalen Haftbefehl gegen Sakajew erließ, klagte ihn des Terrorismus an und verlangt seine Auslieferung. Nach Angaben der Tageszeitung hat Polen keine Alternative und muss "Sakajew in Gewahrsam nehmen“, sobald er die Grenze übertritt. Polnische Gerichte werden dann entscheiden müssen, ob er an Russland ausgeliefert werden kann. Sakajew wurde bereits zweimal festgenommen, in Großbritannien und in Dänemark, doch keines der beiden Länder befand ihn des Terrorismus schuldig und somit wurde er nicht an Russland übergeben. 2003 gewährte Großbritannien dem Tschetschenen politisches Asyl.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.