Seit Januar hat der portugiesische Staat "Schulden in einem Rythmus von 2,5 Millionen Euro pro Stunde angehäuft“, titelt Público. Die Berechnungen wurden von Wirtschaftswissenschaftler João Duque erstellt, der auch der Lissaboner Tageszeitung erklärte, Portugal sei mit "Schulden in einem nicht aufrecht zu erhaltenden Rhythmus“ konfrontiert, und zwar um so mehr, da auch "die laufenden, stetig steigenden Staatsausgaben bestritten“ werden sollen. Für den Wirtschaftswissenschaftler und Vorsitzenden der ISEG (Hochschule für Wirtschafts und Management) "übermittelt das Land den Märkten ein ungünstiges Signal und die Investoren könnten sogar Ministerpräsidenten aus dem Amt zwingen, indem sie ihnen einfach den Geldhahn zudrehen“. Heute belaufen sich die Schulden des portugiesischen Staates auf 146 Milliarden. Seit Januar sind sie um 14,2 Milliarden gestiegen, was den vom Staat für dieses Jahr bewilligten 17,4 Milliarden gefährlich nahekommt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.