"In der Generalversammlung der Vereinten Nationen sollte die Europäische Union in Zukunft eine Stimme und ein Gesicht haben. Ihre Hoffnungen wurden enttäuscht“, schreibt Le Soir. Am 14. September hat die UN-Generalversammlung die von Belgien im Namen aller siebenundzwanzig Mitgliedsstaaten vorgeschlagene Resolution abgelehnt. Dank dieser hätte der Präsident des Europäischen Rates (Herman Van Rompuy) oder die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik (Catherine Ashton) tatsächlich an den Sitzungen aktiv teilnehmen können. Bisher hat die EU nur Beobachterstatus. Le Soir weist darauf hin, dass "die EU sich jedoch nicht um einen ‚wirklichen‘ Sitz mit Stimmrecht beworben hatte“. "Die Annahme dieser Resolution“ hätte es ihren „aus dem Vertrag von Lissabon hervorgegangenen Institutionen allerdings ermöglicht, konkreter zu arbeiten“. Das belgische Tagesblatt zitiert einen europäischen Diplomaten, für den "einige Länder keine Lust hatten, den bereits ziemlich gut vertretenen Europäern einen Gefallen zu tun. Wenngleich man nicht von einer anti-europäischen Bewegung sprechen kann.“ Daraufhin stellt Le Soir die Frage: "Warum hätte man der EU und nicht anderen regionalen Organisationen wir der Afrikanischen Union oder der Arabischen Liga dieses Privileg gewähren sollen?“
Diplomatie
EU persona non grata der Vereinten Nationen
15. September 2010
Presseurop
Le Soir
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.