"Auf See von Libyern beschossen“, titelt der Corriere della Sera, nachdem ein libysches Schnellboot am 12. September in den internationalen (jedoch von Tripolis als Hoheitsgewässer beanspruchten) Gewässern des Golfs von Sidra Schüsse auf einen italienischen Fischkutter abgab. Um einer Beschlagnahmung ihres Gefährts zu entgehen, hatte die Mannschaft des Trawlers die vom Schnellboot kommenden Aufforderungen ignoriert und kehrtgemacht. Das Schnellboot war übrigens eines der sechs Boote, die Italien im Rahmen des Abkommens zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung an Libyen übergab. Die italienische Regierung sprach von einem "Zwischenfall“, doch aufgrund dieses Ereignisses wird die Polemik über die Abkommen mit Libyen wieder laut. In Italien wurde bereits mehrfach verlangt, letztere zu revidieren oder aufzuheben.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.