"Der Präsident hat gegen das Gesetz über den Quellenschutz der Journalisten verstoßen“, titelt Le Monde. Die französische Tageszeitung kündigt an, sie wolle wegen Verletzung des Quellenschutzes Anzeige gegen unbekannt erstatten, damit "die Pressefreiheit in dieser Affäre wie auch in anderen strikt gewahrt wird“. Nach Angaben der Pariser Zeitung soll der französische Abwehrdienst eingeschaltet worden sein, um in der Woerth-Bettencourt-Affäre den Informanten eines Journalisten – einen hohen Funktionär – ausfindig zu machen. "Die Lösung, die der Präsident zum Eindämmen des Großbrandes gefunden hat, liegt also darin, sich über das simple Recht hinwegzusetzen. Da die Feuersbrunst fast täglich von neuem aufflammt, ist es bequem, die Journalisten der Brandstiftung zu bezichtigen“, heißt es im Editorial von Le Monde.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.