„Steuern wir erneut auf einen Winter der Unzufriedenheit zu?“ fragt sich The Independent auf seiner Titelseite und spielt auf die massive Streikwelle an, die im Winter 1978/ 79 über die Labour-Regierung James Callaghans hereinbrach. In Anbetracht der immer greifbarer werdenden Sparmaßnahmen von Schatzkanzler George Osborne werden „die Gewerkschaftsführer heute die Pläne für die größte Industrie-Kraftprobe seit zwei Jahrzehnten unterzeichnen“. Laut der Berichte sollen im öffentlichen Sektor 150.000 Stellen gestrichen werden (betroffen sind davon auch der staatliche Gesundheitsdienst, Polizeibehörden und die Feuerwehr). Einer der Gewerkschaftsführer hat zum zivilen Ungehorsam aufgerufen und den Protestierenden vorgeschlagen, die wichtigsten Straßen zu blockieren. Um die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen, hat er sein eigenes Rezept: „Wir brauchen Batman, der die Downing Street 10 hinaufklettert, sowie Spider-Man, der den Buckingham-Palast erklimmt“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.