Ganz Belgien ist bestürzt über einen Bericht, den eine von der belgischen Kirche beauftragte Kommission am 10. September veröffentlicht hat. Untersucht wurden Pädophilie-Fälle zwischen 1950 und 1980, in die katholische Priester verwickelt waren. Die Zeugenaussagen der 475 „Überlebenden“ (dreizehn weitere Personen haben seitdem Selbstmord begangen) sind dermaßen belastend, und die Zahl der Fälle innerhalb der Kongregationen und der Internate derart hoch, dass der Autor des Berichtes (Kinder-und Jugendpsychiater Peter Adriaenssens) von einer „Dutroux-Affäre der belgischen Kirche“ spricht, wie Le Soir titelt. Das Tagesblatt prangert nicht nur die „schwere Schuld der Kirche“ an, sondern weist auch auf „die Verantwortung der belgischen Gesellschaft“ hin, „die zu diesem Zeitpunkt ihrer Geschichte an der Organisation ihres Bildungssystems, an ihrem schwachen Kinder-und Jugendschutz, sowie an ihrer Unterwürfigkeit gegenüber der religiösen Obrigkeit gescheitert ist“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.