Die "Ermittler wollen mehr wissen", verkündet der Standard. Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche ist Karl-Heinz Grasser am 8. September zur Buwog-Affäre eingenommen worden. Grasser, der 2004, als die staatliche Wohnbaugesellschaft Buwog privatisiert wurde, Finanzminister war, wird Untreue und Amtsmissbrauch vorgeworfen. Rund 10 Millionen Euro an Provision sollen an Nahestehende geflossen sein. Aber nicht nur das. Der ehemaligen Schönling der Politik und Liebling der Klatschspalten hat noch mehr Verdachtsmomente auf Lager. Dabei geht es um seinen Einsatz für die Reform des Glücksspielgesetzes, nachdem ein Freund 450.000 Euro vom Glücksspielkonzern Novomatic erhalten hatte; oder den Verkauf der Skandalbank Hypo Group Alpe Adria an die Bayerische Landesbank.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.