Die Rettung lohnt sich nicht
Der Beschluss der Wirtschafts- und Finanzminister der 27, die Auszahlung eines neuen Teils der finanziellen Unterstützung an Griechenland zu genehmigen, wird in Prag skeptisch aufgenommen. Hospodářské noviny findet, Europa erhalte "Griechenland unnötig am Leben". Im besten Fall, so die von der Tageszeitung befragten Experten, könnten die Schulden des Landes bis 2014 von den heutigen 115 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 150 Prozent steigen. Athen hat sich verpflichtet, bis 2014 den Konvergenzkriterien des Euro zu entsprechen. "Die koordinierte Hilfe hat [zwar] einen rapiden Bankrott Griechenlands vermieden, doch die Märkte nicht davon überzeugt, dass die Gefahr endgültig vorbei ist." Die Tageszeitung erinnert daran, dass während derselben Ecofin-Zusammenkunft auch die Slowakei ihre Weigerung bestätigte, am Rettungsplan für Griechenland teilzunehmen.
“Gauleiter”, “Besatzungsmacht” – es ist jedes Mal dasselbe: Berlin versucht seine Position in der Eurokrise durchzusetzen und wird im Gegenzug mit Nazi-Vergleichen überzogen. Die Zeit überlegt, wie die Deutschen damit umgehen sollten.
2013 wird Frankreichs zweitgrößte Stadt europäische Kulturhauptstadt. Vorerst macht Frankreichs zweitgrößte Stadt aber vor allem wegen der Bandenkriegen von sich reden, und wegen der Drogendealer, die mit vorgehaltener Kalaschnikow ganze Viertel kontrollieren.
Eine Staatspleite Griechenlands ist weiterhin nicht ausgeschlossen. Sie würde die Europäische Zentralbank gefährden. Um das zu vermeiden, müssen die Staaten in die Tasche greifen und Garantien geben, meint der Wirtschaftswissenschaftler Melvyn Krauss.