"Inmitten der Befürchtungen um irische Banken schnellen die Renditen der Staatsanleihen empor", titelt die Irish Times. Schon den zweiten Tag in Folge überschreitet nun die Rendite der zehnjährigen irischen Staatsanleihen die alarmierende Sechs-Prozent-Schwelle, sie ist also fast dreimal so hoch wie die entsprechenden deutschen Anleihen. Inmitten der Mutmaßungen, ein "Run" habe begonnen, fielen auch – eine Woche, nachdem die verstaatlichte Zombiebank Anglo Irish ankündigte, sie benötige zum Überleben eine Kapitalspritze von 25 Milliarden Euro – die Aktien irischer Banken schlagartig ab. "Dies erschwert es wiederum allen irischen Banken, Mittel aufzubringen, um die rund 25 Milliarden Euro staatlich garantierte Schulden zurückzuzahlen, die diesen Monat fällig werden", erklärt die Dubliner Tageszeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.