"Die Tschechen arbeiten am längsten in der EU", titelt die Lidové noviny und zitiert die letzten Zahlen von Eurostat über die durchschnittliche Arbeitszeit in den Mitgliedsstaaten. So arbeiten Männer in der Tschechischen Republik durchschnittlich 42,7 Stunden pro Woche, gefolgt von den Griechen (41,6) und Bulgaren (40,5). Die Deutschen sind aufgrund der Zeitarbeit in der Statistik nach hinten gefallen. Am anderen Ende des Spektrums liegen die Niederlande, Dänemark und Schweden, wo knapp über 37,7 Stunden pro Woche gearbeitet wird. Der EU-Durchschnitt beträgt 41,8 Stunden (2007). Durch diese Zahlen kann jedoch, wie die Prager Tageszeitung bemerkt, die Produktivität am Arbeitsplatz nicht beurteilt werden. Eines sei allerdings sicher: Die durchschnittliche Arbeitszeit sei innerhalb von zwei Jahren gestiegen, denn scheinbar arbeiten manche Europäer aufgrund der Wirtschaftskrise länger, für das gleiche Gehalt, um ihren Arbeitsplatz nicht zu verlieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.