"Schwarz-Gelb strahlt", titelt der Tagesspiegel nach dem Entscheid der Bundesregierung die Laufzeiten der 17 deutschen Kernkraftwerke durchschnittlich um 12 Jahre zu verlängern. Die Kanzlerin hebt damit den von Rot-Grün beschlossenen Atomausstieg für 2022 auf, oder schiebt ihn zumindest bis zur Mitte des Jahrhunderts auf. Im Gegenzug für dieses zwischen 50 und 127 Milliarden Euro schwere Geschenk an die Atomindustrie sollen die Energiekonzerne sechs Jahre lang eine Brennelementesteuer zahlen, die von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr auf 1,5 Milliarden heruntergeschraubt wurde. Die Laufzeitverlängerung war sicher eines von Angela Merkels Wahlversprechen, bemerkt der Tagesspiegel, aber angesichts der Zweifel in der Bevölkerung "könnte das am Ende ihre eigene Laufzeit beschränken".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.