Ta Nea, 7. September 2010
Es sei "der große Wandel", meint Ta Nea. Die Athener Tageszeitung zeigt auf ihrem Titelblatt die "3 plus 1 Asse des Regierungschefs" Giorgos Papandreou, der am 6. September sein Kabinett umgebildet hat. Giorgos Papakonstantinou bleibt Finanzminister und soll den Staatshaushalt wieder in Ordnung bringen. Unterstützt werden soll er dabei vom Innen- Entwicklungs- und Gesundheitsminister. Die Kabinettsumbildung, schreibt Ta Nea, zeige den Strategiewechsel des Regierungschefs. Er wolle Zeit gewinnen, um den Konjunkturaufschwung zu sichern und die sozialen Unruhen und Streiks im Land gegen die Auflagen der EU und des IWF zu bewältigen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.