De Standaard, 31. August 2010
"PS und SVV auf Kollisionskurs" titelt die Tageszeitung De Standaard und stellt fest, dass zwei Monate nach den belgischen Parlamentswahlen die Koalitionsverhandlungen in der Sackgasse stecken. Der designierte Premier, der frankophone Sozialist Elio Di Rupa, setzt zwar seine Mission fort, doch müssten die flämischen Parteien CD&V (Christdemokraten) und NV-A (Nationlisten) sehr rasch "wieder zur Vernunft kommen", meint das Blatt, sonst wäre "ein Finanzchaos für das Land unabwendbar". Die Parteien beider Volksgruppen misstrauen einander und "tauschen sich nur via die Medien aus". N-VA Parteichef Bart de Waver habe gar seinen Chauffeur zum Lauschangriff in eine Pressekonferenz Di Rupos entsandt, meldet verwundert De Standaard.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.