"Kagame des Völkermords angeklagt", titelt die Tageszeitung De Standaard, die – wie auch Le Monde – von einem UN-Bericht über den von 1998 bis 2003 in der Region der Großen Seen ausgeübten Machtmissbrauch erfahren hat. Betroffen waren insbesondere die Armee des aktuellen Präsidenten von Ruanda, Paul Kagame, und die Rebellen des ehemaligen kongolesischen Präsidenten Laurent Kabila. Dem Bericht zufolge "könnten [die] Belastungselemente, wenn sie erst einmal vor einem zuständigen Gericht bewiesen worden sind, als Völkermord bezeichnet werden". Die Zeitung weist darauf hin, dass der vor kurzem wiedergewählte Kagame "einen starken Druck auf die UNO ausgeübt hat", damit der Ausdruck "Völkermord" nicht in der endgültigen, Anfang September zu veröffentlichenden Fassung des Berichts erscheint".
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.