"Tschechien, das Paradies der undurchsichtigen Unternehmen", titelt Lidové noviny und spielt auf ein neues gutgehendes Business an: Die Gründung Europäischer Gesellschaften (Societas Europaea, kurz SE). Dank der kürzlich in der Tschechischen Republik eingeführten Rechtsform können Unternehmen ihre Aktivitäten in allen Mitgliedsstaaten der EU ausüben, ohne dass seine Aktionäre ihren Anspruch auf Anonymität verlieren. Lidové noviny erklärt, dass man hier "ein europäisches Unternehmen schlüsselfertig kaufen kann" und berichtet weiter, dass über die Hälfte der in der EU registrierten 605 SE ihren Sitz in der Tschechischen Republik haben. Einer der Gründe für den Erfolg ist der von der Prager Regierung erklärte ausdrückliche Wunsch, anonyme Gesellschaften zu verbieten, um gegen Interessenkonflikte bei öffentlichen Aufträgen anzukämpfen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.