Svenska Dagbladet, 19. August 2010
"Die EU ist ein Nadelöhr", titelt Svenska Dagbladet und erklärt, dass "die Bemühungen der Union um eine gemeinsame Einwanderungspolitik" langsam Früchte tragen: Mithilfe des während der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft angenommenen "Stockholmer Programms" stieg die Zahl der per Flugzeug in ihr Ursprungsland zurückgeführten illegalen Einwanderer. Allein dieses Jahr hat Frontex (die mit der Sicherheit der Grenzen der Europäischen Union beauftragte Agentur) 27 Flüge aus den Mitgliedsstaaten organisiert. Und dennoch zeichnen sich diese Abschiebungen durch mangelnde Transparenz aus, kritisiert Human Rights Watch in einem Bericht, den die Tageszeitung zitiert.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.