Gazeta Wyborcza, 17. August 2010
"Polen verschleudert jeden Tag Tausende von Euro", beklagt die Gazeta Wyborcza. Seit einem Monat belegt die EU Polen nämlich mit einer Geldstrafe von täglich 40.000 Euro, weil das Land dem Versprechen, sein Abfallentsorgungssystem zu verbessern, nicht nachgekommen ist. Dieses Jahr sollte in Polen die Lagerung in Mülldeponien um ein Viertel zurückgehen, wurde jedoch nur um acht Prozent reduziert. Obendrein werden rund 40 Prozent der Abfälle illegal abgeladen, schätzt die Warschauer Tageszeitung. Warschau kann immer noch vermeiden, das Strafgeld tatsächlich zahlen zu müssen, muss dafür jedoch bis Januar 2011 beweisen können, dass es die Auflagen letztendlich erfüllen wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.